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Lange Nacht der Kirchen in Lostorf am Freitag, 28. Mai

Lange Nacht der Kirchen in Lostorf am Freitag, 28. Mai
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unter dem Motto von Kirche zu Kirche fand der ökumenische Anlass statt

Unterwegs von Kirche zu Kirche - lautete in Lostorf das Motto der ökumenischen Langen Nacht der Kirchen 2021. Es sollte -so der Gedanke dahinter- nicht nur der Weg aus der einen zur anderen Kirche sein, sondern vor allem der Dialog zwischen den Mitgliedern der verschiedenen Kirchen. Sich gegenseitig, unterwegs, noch besser kennen lernen und Verständnis für die Andersartigkeit entwickeln.
Mit beeindruckenden Alphornklängen eröffneten um 18.00 Uhr Frau Charlotte Husner und Herr Erich Leimgruber die ökumenische Lange Nacht der Kirchen.
Versammelt unter dem Kastanienbaum auf dem Friedhof in Lostorf wurde den an Corona Verstorbenen, sowie auch allen, die in dieser Pandemiezeit vermehrt im Dienste der Menschen standen, mit einem Gebet gedacht, bevor die Gruppe Cronan zum Konzert in der katholischen Kirche begrüsste. Ihr Repertoire aus sorgfältig ausgesuchten irischen Liedern liess dem Fernweh freien Lauf. Die sechs Musikerinnen und Musiker mit Sängerin wussten das Publikum zu begeistern.
Von Kirche zu Kirche, so der nächste Schwerpunkt, wurde mit einem Lunchpacket, dass nach dem Konzert vor der Kirche in Empfang genommen werden konnte, eingeleitet. Mit dem Sandwich in der Hand spazierte man den Plakaten entlang, auf denen interessante Informationen beider Kirchen und den Kirchgemeinden nachzulesen waren, zur reformierten Kirche, wo wiederum die Musik der beiden Alphörner den nächsten Schwerpunkt einleiteten.
Ab 20.15 Uhr fand in der reformierten Kirche die Lesung von Herrn Daniel Göring statt. Schon zum zweiten Mal konnte Herr Göring, diesmal aus seinem neuen Buch «im Wolkenkino» vorlesen. In zwölf Kurzgeschichten thematisiert das Buch den Druck, Stress und den Zwang, in unserer Gesellschaft immer mehr Leistung erbringen zu müssen. Vier Geschichten hat Herr Göring zu verschiedenen Themen vorgelesen und erläutert. Auch blieb noch Platz für einen Gedankenaustausch. Gleichzeitig hat Frau Verena Enzler den Kindern im schön dekorierten Unterrichtsraum der reformierten Kirche Geschichten erzählt.
Ein letzter Alphorneinsatz war um 21.15 Uhr angesagt. Das Lichterlabyrinth vor der reformierten Kirche gab den Klängen einen festlichen Rahmen. Bei einem kurzen Schwatz konnten die Eindrücke ausgetauscht werden.
Um 21.45 Uhr, mit einer ökumenischen Taizé-Andacht, gestaltet in altbewährter Form mit der musikalischen Begleitung von Musicalostra und mit Mechtild Storz-Fromm für die katholische Kirche und Michael Schoger für die reformierte Kirche, fand die Lange Nacht der Kirchen ihren stimmigen Abschluss. Die mit vielen Tüchern und Kerzen wunderschön dekorierte Kirche erstrahlte im warmen Kerzenschein und übertrug die friedliche Stimmung. Mit dem Segen gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Nacht hinaus. Und während einige Besucherinnen und Besucher ihr Abschlussmuffin beim Labyrinth vor der Kirche genossen, konnten die vielen freiwillig helfenden Kommissionsmitglieder mit dem Aufräumen beginnen. Ein stimmungsvoller Anlass mit vielen Ruhemomenten wird in schöner Erinnerung bleiben. (Pfr. Michael Schoger)


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