Hilfestellung für die Mitglieder unserer Kirchgemeinde zum Corona-Virus (Covid-19) – Version 23.05.2020

Hilfestellung für die Mitglieder unserer Kirchgemeinde zum Corona-Virus (Covid-19) – Version 23.05.2020
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Die WHO hat die Ausbreitung des Corona-Virus (Covid-19) als Pandemie eingestuft. Auch in der Schweiz haben sich inzwischen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Behörden ergreifen laufend Massnahmen.

Betroffen sind auch die Kirchen. Sie sind aufgefordert, in christlicher Verbundenheit ver-antwortungsvoll und besonnen mit dem Krankheitsrisiko umzugehen.
Die Kirchen reden und handeln gerade in kritischen Situationen in der Gewissheit: «Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.» (2Tim 1,7). Die biblische Botschaft von Gottes Zuwendung berechtigt weder dazu, die heutige Situation zu verharmlosen, noch, in Panik zu verfallen. Sie will uns dazu verhelfen, die Wirklichkeit nüchtern wahrzunehmen und zu analysieren, um dann sach- und menschengerecht zu entscheiden.
Die Kirchen beten für die weltweiten Opfer des Corona-Virus und für die, die um ihr eigenes und die Leben ihrer Angehörigen bangen.

Gesundheitliche Vorsichtsmassnahmen

Bitte beachten Sie die vom BAG empfohlenen Massnahmen um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Sie finden die Empfehlungen unter folgendem Link:

https://bag-coronavirus.ch

Flyer mit den empfohlenen Massnahmen sind auch in unseren Gebäuden gut sichtbar aufgehängt. Wir bitten Sie, diese zu beachten.

Kirchliche Praxis

Grundsätze

• Alle Entscheidungen über kirchliche Veranstaltungen folgen der Regel: Gesundheitsschutz hat Vorrang. Sämtliche kirchliche Aktivitäten müssen daraufhin überprüft werden, ob von ihnen eine Gesundheitsgefährdung ausgehen könnte.
• Aufgrund des behördlichen Verbots von öffentlichen und privaten Veranstaltungen dürfen bis zum 27. Mai 2020 keine Gottesdienste mit versammelter Gemeinde mehr stattfinden. Auch andere Zusammenkünfte von Personen können nur noch in zwingenden Fällen (insbes. Seelsorge, Diakonie) stattfinden.
Aufgrund einer Mitteilung des Bundesrates vom 20. Mai 2020 sind Gottesdienste vor versammelter Gemeinde ab dem 28. Mai 2020 vom Versammlungsverbot ausgenommen, wenn verschiedene Bedingungen eingehalten werden. Diese sind in einem Rahmenschutzkonzept des Bundesamtes für Gesundheit festgelegt und werden durch das Schutzkonzept für Gottesdienste der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz näher konkretisiert.
Aufgrund dieser Bedingungen haben wir uns schweren Herzens entschlossen, mit der Durchführung von Gottesdiensten mit versammelter Gemeinde bis zum nächsten Lockerungsschritt am 8. Juni 2020 zu warten (siehe auch kirchliche Feiern und Anlässe).

• Einschränkungen des kirchlichen Lebens werden besonders im Blick auf besonders gefährdete Gruppen (namentlich alte, kranke Menschen, bzw. Menschen mit spezifischen Vorerkrankungen) geprüft.

• Sollten das BAG oder die zuständigen kantonalen Behörden weitere Beschränkungen für Betriebe, Arbeitsstellen und öffentliche Institutionen festlegen, werden diese von unserer Kirchgemeinde übernommen.

• Die Kirchgemeindehäuser bleiben für Gruppen und für die Öffentlichkeit geschlossen. Nutzungsberechtigte sind individuell mit Schlüsseln ausgestattet. Davon ausgenommen sind seit dem 11. Mai 2020 Schulklassen im Rahmen des Religionsunterrichts.


Kirchliche Feiern und Anlässe:
Können Gottesdienste und weitere Veranstaltungen durchgeführt werden?
Aufgrund der behördlichen Anordnungen sind Gottesdienste vor versammelter Gemeinde und weitere Veranstaltungen bis einschliesslich 27. Mai 2020 nicht möglich. Wir verweisen auf das Gottesdienstangebot in den Medien (Radiopredigt, Gottesdienstübertragungen etc.) und auf die von Pfarrer Michael Schoger herausgegebene wöchentliche Newsletter. Sie kann unter mschoger@bluewin.ch abonniert werden.
Aufgrund einer Mitteilung des Bundesrates vom 20. Mai 2020 sind Gottesdienste vor versammelter Gemeinde ab dem 28. Mai 2020 wieder möglich, wenn verschiedene Bedingungen eingehalten werden. Diese sind in einem Rahmenschutzkonzept des Bundesamtes für Gesundheit festgelegt und werden durch das Schutzkonzept für Gottesdienste der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz näher konkretisiert.
Folgende Punkte müssen dabei beachtet und umgesetzt werden:
Begrenzung der Teilnehmendenzahl und Nachverfolgbarkeit
• Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Sie richtet sich nach der Raumgrösse:
• Es muss eine Möglichkeit zur Begrenzung und Kontrolle der Teilnehmeranzahl bestehen (z.B. mittels eines Anmeldesystems oder einer Eingangskontrolle).
• Die Kontaktdaten der Teilnehmenden zur Nachverfolgung von Infektionsketten müssen erfasst und während 14 Tagen aufbewahrt werden.
Die Wahrung der körperlichen Distanz muss gewährleistet sein
• Platz- und Bodenmarkierungen, angepasste Bestuhlung, Sperrungen von Sitzreihen usw. sind zwingend.
• Menschenansammlungen vor und nach den Gottesdiensten sind zu vermeiden. Der Einlass und Austritt erfolgen kontrolliert und gestaffelt unter Einhaltung der Abstandsregeln. Zusammenkünfte sind zu vermeiden.
Einhaltung der Hygieneregeln
• Siehe: https://bag-coronavirus.ch
Kirchenmusik
• Auf Gemeindegesang ist bis auf weiteres zu verzichten, weil nach aktuellem Kenntnisstand von einer hohen Virenverbreitungsgefahr ausgegangen wird.
• Chöre können nicht zum Einsatz gelangen.

Aufgrund dieser Bedingungen haben wir uns schweren Herzens entschlossen, mit der Durchführung von Gottesdiensten mit versammelter Gemeinde bis zum nächsten Lockerungsschritt am 8. Juni 2020 zu warten. Über weitere Etappen wird der Bundesrat u.a. in Abhängigkeit der Zahl der neuen Infektionen entscheiden.

Geplant ist, dass ab Sonntag, 14. Juni 2020 wieder Gottesdienste mit versammelter Gemeinde in allen 3 Pfarrkreise stattfinden. Bitte kontaktieren Sie unsere Veranstaltungs-hinweise auf dieser Homepage oder im Niederämter-Anzeiger.

Können Abendmahlsfeiern stattfinden?
Auf die Durchführung von Abendmahlsfeiern, selbst im kleinen Rahmen, muss derzeit verzichtet werden.

Was ist bei Beerdigungen zu beachten
Für kirchliche Beerdigungen gilt eine Ausnahme vom behördlichen Verbot von öffentlichen Veranstaltungen. Dabei sind aber die gesundheitlichen Vorsorgemassnahmen streng zu beachten.
Es ist zusammen mit den Angehörigen zu prüfen, ob die Abdankung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden kann.
Ist dies nicht möglich, können Beisetzung im engen Familienkreis im Freien auf dem Friedhof am Grab durchgeführt werden. Die Trauerfamilie entscheidet über die Zahl der Teil-nehmenden, immer aber müssen diese zum «engen Familienkreis» gehören. Es ist der Familie überlassen zu entscheiden, wer zum «engen Familienkreis» gehört – also z.B. Ehepartner/in, Lebenspartner/in, Kinder, Geschwister, Eltern etc..
Unabhängig von den verwandtschaftlichen Bezügen fallen aber (bereits gemäss der Praxis vor der Lockerung) auch die Lebenspartner/innen hierunter. Entsprechend wird man auch Personen aus dem Freundeskreis zum Familienkreis zählen dürfen, falls die Familiarität gegeben ist. Eine zahlenmässige Begrenzung wurde seitens des BAG bisher noch nicht kommuniziert.
Die Vorgaben betreffend Abstand und Hygiene müssen stets eingehalten werden. Andernfalls kann die Beerdigung nicht durchgeführt werden.
Später kann dann eine Gedenk- oder Erinnerungsfeier im grösseren Rahmen stattfinden.
Bei durchgeführten Beisetzungen ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass die Teilnehmenden nicht gedrängt beieinanderstehen und der erforderliche Abstand eingehalten wird.
Welche Schutzmassnahmen gelten für Pfarrerinnen und Pfarrer?
In besonderem Masse gilt bei Beerdigungen, dass diese auf keinen Fall von Pfarrpersonen aus Risikogruppen (z.B. pensionierten Pfarrpersonen) durchgeführt werden dürfen. Pfarrpersonen müssen zwingend die geltenden Vorsichtsmassnahmen beachten. Hierzu gehört es auch, so viel wie möglich (einschliesslich der Besuche) mittels Telekommunikation vorzubereiten. Sollte ein Vorbereitungstreffen erforderlich werden, so können daran insgesamt höchstens 5 Personen teilnehmen.

Können Taufen und Trauungen durchgeführt werden?
Taufen und Trauungen sind auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Darf der kirchliche Unterricht weiterhin stattfinden?
Der Bundesrat hat am 13. März 2020 beschlossen, dass in Schulen bis zum 10. Mai 2020 kein Präsenzunterricht stattfinden darf. Von diesem Verbot war auch der kirchliche Unterricht betroffen. Die Schulen der Unterstufen haben am 11. Mai 2020 den Schulbetrieb wieder aufgenommen. Die Schulen der Oberstufen folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Aufgrund des vorverlegten generellen Schulschlusses und den noch geschlossenen Kirchgemeindehäusern der römisch katholischen Kirchgemeinden können aber einzelne Religionsstunden weiterhin ausfallen.

Haben die Konfirmationen wie gewohnt am Palmsonntag stattgefunden?
Aufgrund der vom Bundesrat am 16. März 2020 beschlossenen Massnahmen, konnten am Palmsonntag keine Konfirmationsgottesdienste stattfinden.
Pfarrer und Kirchenleitung suchen nach geeigneten Alternativen.

Werden die Konfirmandenreisen durchgeführt?
Vor dem Hintergrund des bundesrätlichen Beschlusses vom 13. März 2020 zum Betrieb der Schulen, dessen Verlängerung nicht auszuschliessen ist, können Konfirmationslager bis auf Weiteres nicht stattfinden.

Wird der gemeinsame Pfingstgottesdienst der Gesamtkirch-gemeinde durchgeführt?
Aufgrund der vom Bundesrat am 16. März 2020 beschlossenen Massnahmen kann nach den heute geltenden Bestimmungen der gemeinsame Pfingstgottesdienst aller drei Pfarrkreise in diesem Jahr nicht durchgeführt werden.

Werden weiterhin Seniorenanlässe abgehalten?
Senior/innen gehören zum einen zur Risikogruppe; zum andern sind dies Anlässe, die auch verschoben werden können. Grundsätzlich finden daher in der aktuellen Lage keine Seniorenanlässe statt.

Wird die Kirchgemeindeversammlung vom 24. Juni 2020 durchgeführt werden?
Kirchgemeindeversammlungen fallen unter das Veranstaltungsverbot. Die Rechnungs-Kirchgemeinde-versammlung wird daher auf den Herbst 2020 verschoben und wird zusammen mit der Budget-Kirchgemeindeversammlung am 16. Dezember 2020 in Stüsslingen stattfinden.

Wird die Licht-Aktion auch in der nachösterlichen Zeit weitergeführt?
Nach wie vor dauert die Ausnahmesituation im Land an. Aus diesem Grund verlängert die Evangelisch-Reformierte Kirche Schweiz (EKS) ihren Aufruf zu Verbundenheit und Fürbitte für Viruserkrankte, Pflegepersonal und Menschen in Einsamkeit und Not. Unter dem Titel «Hoffnungslicht» wird die Licht-Aktion auch in der nachösterlichen Zeit jeweils donnerstags um 20 Uhr fortgesetzt.
Weiterführende Informationen sowie der Flyer können auf der Website der EKS eingesehen werden.

Wie erfahre ich, ob eine kirchliche Veranstaltung eventuell doch stattfindet?
Da die Situation täglich ändern kann, empfehlen wir Ihnen, sich auf dieser Homepage immer wieder neu zu informieren.

Kontaktstelle der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinde Niederamt:
Bei Fragen wenden Sie sich bitte per Mail an: «ref.kirchgemeinde.niederamt@bluewin.ch» oder telefonisch an den Präsidenten der Kirchgemeinde, Herrn Gottfried Dörfelt
Tel. 062 849 56 52 oder an den für Ihren Pfarrkreis zuständigen Pfarrer.


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