Budget-Kirchgemeindeversammlung vom 11. Dezember 2019 in Lostorf

Budget-Kirchgemeindeversammlung vom 11. Dezember 2019 in Lostorf
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Budget 2020 und alle Anträge des Kirchgemeinderates einstimmig genehmigt.

Rückblick
In diesem Jahr wurde das 500-Jahr Jubiläum der Reformation in der Schweiz gefeiert. Der gemeinsame Reformationsgottesdienst unserer Kirchgemeinde Niederamt vom 3. November stand ganz in diesem Zeichen. Wir gedachten an die von Ulrich Zwingli ausgehende Reformation. Wir, die Evangelisch-Reformierten Christen in der Schweiz, dürfen zu Recht stolz auf die Reformatoren in der Schweiz und ihre Leistungen sein. Ohne die Reformation gäbe es keine Demokratie und auch keine humane Gesellschaftsform.
Im zweiten Halbjahr 2019 beschäftigte sich der Kirchgemeinderat neben den Tagesgeschäften mit dem Abschluss der Heizungsrenovation in der Kirche Lostorf, der Reparatur der Heizung im Kirchgemeindehaus Niedergösgen, der Planung neuer Heizungssysteme in Obergösgen und Niedergösgen und einem neuen Lohnsystem für unser Abwartinnen und Abwarte und der Sigristinnen.
An der Kirchgemeindeversammlung vor einem Jahr stimmte die Versammlung der Heizungssanierung der Kirche in Lostorf zu. Die Aufträge dazu wurden im Frühjahr an zwei lokale Unternehmen vergeben und im Sommer ausgeführt. Im September, rechtzeitig zu Beginn der Heizperiode, konnte die neue Tandem-Wärmepumpenanlage in Betrieb genommen werden. Die Anlage wird durch drei Erdsonden im Winter mit Wärme und im Sommer mit Kälte versorgt. Die neue Anlage ermöglicht auch eine leichte Kühlung der Kirche im Sommer. Hierbei handelt es sich aber nicht um eine Klimaanlage, sondern um eine passive Kühlung des Kirchenraums im Sommer. Wie gross der Kühleffekt sein wird, lässt sich heute noch nicht sagen, vor zu grossen Erwartungen sei aber gewarnt.
Der Kirchgemeinderat hatte an seiner Sitzung vom 24. Oktober 2018 beschlossen, eine Arbeitszeiterfassung bei den Sigristinnen, den Abwartinnen und den Abwarten durchzuführen. Während eines Jahres haben sie Ihre Arbeitszeiten erfasst. Die Auswertung konnte im Herbst durchgeführt werden.
Investitionen 2020
Die Sanierungen der Heizungen in Obergösgen und in Niedergösgen waren weitere Themen, die den Kirchgemeinderat im zweiten Halbjahr beschäftigt haben. Zwei externe Energieberater wurden beigezogen, um alle möglichen Varianten richtig zu beurteilen. In beiden Kirchgemeindehäusern wird noch mit Öl und veralteten, reparaturanfälligen Anlagen geheizt. Der Kirchgemeinderat ist sich seiner Verantwortung für Mensch und Umwelt bewusst und möchte daher möglichst auf fossile Brennstoffe verzichten und den CO2-Ausstoss so tief wie technisch möglich halten. Da es sich um grosse Investitionen handelt und noch nicht alle Möglichkeiten durchgespielt und bewertet werden konnten, konnte an der heutige Versammlung noch kein Konzept vorgelegt werden. Wir hoffen, dass dies dann in Form von zwei Nachtragskrediten anlässlich der Kirchgemeindeversammlung vom 24. Juni nächsten Jahres möglich sein wird.
Neue Orgel im Kirchgemeindehaus Schönenwerd
Im Kirchgemeindehaus in Schönenwerd konnte im August eine elektronische Orgel installiert werden. Dank der umsichtigen Planung von Pfarrer Wilhelm und der Kirchenkommission von Schönenwerd /Niedergösgen /Eppenberg-Wöschnau waren die Kosten mit ca. Fr. 13'000.- gering. Dank eines Orgelfonds der Ortskirchgemeinde beliefen sich die durch die Kirchgemeinde zu tragenden Kosten nur auf Fr. 8'000.-. Eine sinnvolle Investition, da der im Kirchgemeindehaus stehende Konzertflügel nicht zur Begleitung der Kirchlieder in den Gottesdiensten passt. Die Orgel konnte am 10. November feierlich eingeweiht werden.
An der Ratssitzung vom 25. September wurde ausserdem beschlossen, dass in unserer Kirchgemeinde auf Einweggeschirr und Einwegflaschen verzichtet wird und nur noch Mehrwegflaschen und Geschirr zum Einsatz kommen.
Ausblick:
Die allen Gemeinden vom Kanton vorgeschriebene Umstellung des Gemeinde-rechnungsmodells auf HRM2 bringt im nächsten Jahr grosse Umstellungen in der Finanzverwaltung mit sich.
In der 2017 eingesetzten Arbeitsgruppe «Kirche 2020» wurde berechnet, dass wir Anfang der 20er-Jahre in die roten Zahlen abrutschen. Aufgrund der höheren Steuereinnahmen ist dies bisher noch nicht eingetreten. Bei einem Mitglieder-schwund von jährlich über 100 Mitgliedern ist dies aber unausweichlich und dem kann nur durch Sparmassnahmen begegnet werden.
Pfarrer Ueli Wilhelm hat das Pensionsalter bereits erreicht. Seinem Wunsch entsprechend hat der Kirchgemeinderat einer Verlängerung seiner Amtszeit zugestimmt. Diese Verlängerung endet im Frühling. Ob sich Pfarrer Wilhelm zu einer zweiten Verlängerung entschliesst, ist noch offen. Pfarrer Michael Schoger wird Ende 2021 pensioniert, hat sich aber bereiterklärt bis zur Konfirmation 2022 weiter zu arbeiten. Grosse Veränderungen stehen uns bevor. Die Gelegenheit dann von drei Pfarrkreisen auf zwei Pfarrkreise zu reduzieren bietet sich an. Im Kirchgemeinderat und in den Kirchenkommissionen wird es darüber viel zu diskutieren geben. Aber ohne drastische Sparmassnahmen wird es nicht möglich sein, unsere Kirchgemeinde weiterhin auf gesunde Beine zu stellen.
Auch in der Verwaltung zeichnen sich Veränderungen ab. Unsere Finanzverwalterin, Frau Susanna Simmen wird im Sommer 2021 pensioniert. Auch hier möchten wir die Gelegenheit zu einer Reorganisation in der Verwaltung nutzen. Der Kirchgemeinde-rat wird im nächsten Jahr darüber beraten und Empfehlungen ausarbeiten.
Die Heizungssanierungen der Kirchgemeindehäuser in Ober- und in Niedergösgen stehen an. Auch über die Heizungssanierungen der Kirche in Däniken und des Kirchgemeindehauses in Stüsslingen muss sich der Rat erste Gedanken machen.
Renovationsarbeiten
Die Heizungssanierung in der Kirche Lostorf konnte abgeschlossen werden. Die Abrechnung noch nicht ganz und wird somit erst an der Kirchgemeindeversammlung im Juni zur Genehmigung vorgelegt. Die defekte Bodenheizung im Kirchgemeinde-haus Niedergösgen wurde still gelegt und durch Heizkörper ersetzt. Die Abrechnung in der Höhe von Fr. 51‘949.50 liegt Fr. 3‘050.55 unter dem budgetierten Kredit von Fr. 55‘000.00.
Anpassung Dienst- und Gehaltsordnung
Der Kirchgemeinderat hat entschieden für die Hauswarte und Sigristinnen einen einheitlichen Grundlohn und einen Stufenanstieg von je 5% nach fünf und zehn Jahren des Grundlohns festzulegen. Der Anhang 2 der Dienst- und Gehaltsordnung musst angepasst werden und wurde von der Versammlung einstimmig genehmigt.
Voranschlag 2020
Susanna Simmen erläutert die einzelnen Positionen des Voranschlags. Der Voranschlag 2020 weist einen Aufwandüberschuss von Fr. 14‘710. — auf.
Der Stellenplan, die Investitionsrechnung, der Voranschlag 2020 sowie der vorgeschlagene Steuerfuss von 17% wurden von der Kirchgemeindeversammlung einstimmig genehmigt.


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